Börsensprüche
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1. Aber hier, wie überhaupt, kommt
es anders, als man glaubt. (Wilhelm Busch)
2. Aktienkursprognose ist wie der Schönheitswettbewerb
einer Zeitung.
3. Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie
ihr Geld anderen Leuten ohne ausreichende Kontrolle anvertrauen; frech,
weil sie Dividenden fordern, also für ihre Dummheit auch noch belohnt
werden wollen. (Carl Fürstenberg)
4. Aktionärsregel: Dividende gut, alles gut.
5. Alkohol kann die Phantasie stimulieren, unnütze
Hemmungen beiseite räumen, und das ist sehr oft besonders günstig.
(André Kostolany)
6. Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld. (Franz Kafka)
7. Allein besitzen zu wollen, ist äußerster
Wahnsinn. (Marcus Tullius Cicero)
8. Alles ist möglich und auch das Gegenteil
von allem. (La Bruyére)
9. Alles ist vergänglich. Nichts ist auf Dauer, weder
eine Hausse noch eine Baisse. Als Faustregel gilt: Eine Hausse dauert etwa
dreimal länger als eine Baisse. Vergeuden Sie nicht ihre Zeit mit
Timing, sondern nutzen Sie Baissen für Käufe. (Gottfried Heller)
10. Als Daueranleger in Geldwerten (Festgeld, Festverzinsliche
etc.) kommen Sie langfristig auf keinen grünen Zweig. Sitzfleisch
zahlt sich langfristig nur bei Sachwerten für Sie aus - gerade auch
an der Börse! Betrachten Sie ab sofort ihre Aktienanlage - ähnlich
wie Ihre Immobilien - als Daueranlage. (Gottfried Heller)
11. Als der Börsenkrach kam, waren nicht alle Märkte
gleich geschaffen.
12. An der Börse gibt‘s nur Schmerzensgeld – erst
kommen die Schmerzen, dann das Geld! (André Kostolany)
13. An der Börse ist eine halbe Wahrheit eine ganze
Lüge. (André Kostolany)
14. An der Börse kann man 1000 % gewinnen, aber nur
100 % verlieren. (Markus M. Ronner)
15. An der Börse kriegt jeder irgendwann recht.
16. An der Börse muss man sich verhalten wie beim
Baden in kaltem Wasser: Hineinspringen und rasch wieder heraus! (Carl Meyer
Rothschild)
17. An der Börse sagt uns oft das Gefühl, was
mir machen, und der Verstand, was wir vermeiden sollen. (André Kostolany)
18. An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern
5 minus 1. Man muss nur die Nerven und das Geld haben, das minus 1 auszuhalten.
(André Kostolany)
19. An der Börse werden keine Wertpapiere, sondern
Meinungen gehandelt.
20. An der Börse winkt das große Geld.
21. An der Börse wird immer das gleiche Theater gespielt,
nur mit verschiedenen Darstellern. (André Kostolany)
22. An der Börse wird nicht geklingelt.
23. Analysieren Sie ständig Ihre Fehler. (Martin
Pring)
24. Auch der beste Gaul stolpert einmal. (Deutsches Sprichwort)
25. Auf dem Markt glaubt niemand an höhere Menschen.
(Friedrich Nietzsche)
26. Auf dem Weg zum Erfolg ist, wer begriffen hat, dass
Verluste und Rückschläge nur Umwege sind. (C.W. Wendte)
27. Auf die Party folgt der Kater.
28. Aus Erfahrung klug. Wir machen alle immer wieder Fehler
- besonders an der Börse. Lernen Sie aus Ihren Erfahrungen. Ihre Erfahrungen
helfen Ihnen, Verluste zu vermeiden. (Gottfried Heller)
29. Aus Fehlern lernt man mehr als aus Erfolgen. (Primo
Levi)
30. Bargeld in der Tasche und gleichzeitig die Absicht
zu haben, bei niedrigen Kursen in die Börse einzusteigen, ist dasselbe
Vergnügen, wie hungrig zu sein und sich auf dem Weg ins Restaurant
zu befinden. (André Kostolany)
31. Bei jeder guten bürgerlichen französischen
Familie hat man den dümmsten Sohn zur Börse geschickt. Bestimmt
hat das seine Gründe. (André Kostolany)
32. Bei Pessimismus kaufen. Der Pessimismus ist die häufigste
Ursache für niedrige Börsenkurse; je größer der Pessimismus
desto niedriger die Kurse. Nutzen Sie diese Gelegenheit zum Kauf! (Gottfried
Heller)
33. Beim Kauf soll man romantisch, beim Verkauf realistisch
sein – zwischendurch soll man schlafen. (André Kostolany)
34. Besitzer von Zinspapieren schlafen gut; Aktienbesitzer
dagegen leben gut.
35. Betriebswirte, Wirtschaftsingenieure, Volkswirte
und andere Experten sollten der Börse fernbleiben. Sie ist für
die eine gefährliche Falle, die sich ihr mit wissenschaftlichen Methoden
annähern wollen. Ich kann für sie nur Dante zitieren: „Lasst,
die ihr eingeht, alle Hoffnung schwinden!“ (André Kostolany)
36. Börse ist völlig unkompliziert, Börse
macht Spaß, Börse ist spannend. (Michael Mross)
37. Börse: In einem repräsentativen Gebäude
untergebrachter Markt für Aktien, der von Hektik und Geschrei geprägt
ist. Von auf den ersten Blick ähnlichen Veranstaltungen wie Fisch-
und Blumenmärkten unterscheidet sich die Börse vor allem dadurch,
dass sie erst zu einer Zeit beginnt, zu der auch Leute aus gehobenen Gesellschaftsschichten
ihre Arbeit aufzunehmen pflegen. Auf dieser Basis hat sich die Börse
durch exklusive Riten wie eine besondere und nicht in Börsenkreisen
verkehrenden Mitbürgern unverständliche Sprache sowie sich allerdings
lockernde Kleidervorschriften eine exklusive Position erhalten können.
Wesentlich zur Wahrung der Exklusivität hat auch beigetragen, dass
das eigentliche Marktgeschehen, nämlich die Kursentwicklung, für
Außenseiter nicht zu durchschauen ist. Die Bemühungen, aus dem
Marktgeschehen eine die Exklusivität und damit auch die Pfründe
sichernde Geheimwissenschaft zu machen, führen sogar so weit, dass
die Kursentwicklung selbst für Börsianer nicht mehr verständlich
ist. (Klaus Göppert)
38. Börseneinführung: Von Bank und Börse
gemeinsam erdachte und sorgfältig, komplizierte Riten, mit denen sie
Unternehmen den Weg beschwerlich machen, sich fehlende finanzielle Mittel
statt über Bankkredite von Aktionären zu holen. (Klaus Göppert)
39. Börsengurus empfehlen oft genau die Aktien, die
sie selbst zu einem günstigen Kurs loswerden wollen! (André
Kostolany)
40. Börsenhändler: In die Arena entsandter Sportler,
der über ausgeprägte Stimmkraft und Spurtstärke verfügen
muss. Besonderen Reiz dieses Berufs für von Banken entsandte Börsenhändler
bilden die als verboten eingestuften Geschäfte auf eigene Rechnung,
die den Besuch von unlizenzierten Spielsalons erübrigen. (Klaus Göppert)
41. Börsenkrach: Panikreaktion der Börse beim
unerwarteten Auftauchen des Bären im Börsensaal. (Klaus Göppert)
42. Börsensaal: Exklusive Fitnesshalle, die nur von
Mitgliedern mit Sonderausweisen betreten werden darf. Zuschauer, die ohnehin
die Spielregeln nicht verstehen und die deshalb das Geschehen im Börsensaal
an das Treiben in einem Ameisenhaufen erinnert, sind auf der Tribüne
zugelassen. Diese Praxis wird vor allem gepflegt, um die Besonderheit von
allen, was mit Bank und Börse zusammenhängt, zu demonstrieren.
(Klaus Göppert)
43. Börsentag: Pionierleistung zur Einführung
der 5-Tage-Woche. (Klaus Göppert)
44. Börsentipp: Gezielt gestreute Falschinformation
zum Anheizen des Interesses an einem meist obskuren Börsenwert, von
dem der Tippgeber die größte Position aufgebaut hat und von
der es sich trennen möchte. (Klaus Göppert)
45. Börsenverlust: Trag es mit Würde. (Frank
Vonegg)
46. Börsenwissen ist das, was übrig bleibt,
wenn man schon alle Details vergessen hat. (André Kostolany)
47. Börsianer denken noch eine Runde weiter. Sie
grübeln darüber, was die Mehrheit der Wettbewerbsteilnehmer annimmt,
welches Mädchen wohl die Mehrheit der Wettbewerbsteilnehmer als mehrheitsfähig
ansieht. (John Maynard Keynes)
48. Buy on bad news, sell on good news.
49. Chartlesen ist eine Wissenschaft, die vergeblich sucht,
was Wissen schafft. (André Kostolany)
50. Das Börsenbarometer schlägt auch wieder
in die andere Richtung aus. Macht es das nicht immer? Man muss es nur aussitzen.
51. Das Gefährlichste an der Börse ist die Überraschung.
Dabei können nur die wenigsten Börsianer ihre Ruhe und Objektivität
bewahren. Meistens ist die Ursache eines Börsenkrachs nicht objektive
Überlegung, sondern ein massenpsychologisches Phänomen. Einer
entdeckt irgendein Problem, so klein es auch sein mag, und das verbreitet
sich wie ein Lauffeuer. (André Kostolany)
52. Das Geheimnis des Börsengeschäfts liegt
darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, dass der Durchschnittsbürger
tut. (John Maynard Keynes)
53. Das Geld, das man hat, verhilft uns zu Freiheit –
das Geld, dem man nachjagt, macht uns zu Knechten. (Rousseau)
54. Das größte Problem an der Börse ist
die Gier. Das allergrößte aber ist: Die Gier ist nicht zähmbar.
(Arnim K.)
55. Das Leben ist ein Spiel. Man macht keine größeren
Gewinne, ohne Verluste zu riskieren.
56. Das Spekulationsbedürfnis hängt mit diesem
unerschütterlichen Optimismus aufs engste zusammen. (John Kenneth
Galbraith)
57. Das Vermögen soll durch Mittel erworben werden,
die von Unsittlichkeit frei sind. Erhalten aber soll man es durch Genauigkeit
und Sparsamkeit. (Marcus Tullius Cicero)
58. Das wenigste was man liest, kann man brauchen; aber
das meiste, das man braucht, hat man gelesen. (Ernst R. Hauschka)
59. Das Wissen um den richtigen Zeitpunkt ist der halbe
Erfolg. (Couve de Murville)
60. Dem Geld darf man nicht nachlaufen. Man muss ihm entgegen
gehen. (Aristoteles Onassis)
61. Denke lieber an das, was du hast, als an das, was
dir fehlt! (Mark Aurel)
62. Der Analytiker denkt, und die Börse lenkt. (André
Kostolany)
63. Der Anlageberater ist ein Mensch, der zunächst
sehr wenig über vieles weiß, dann immer weniger über immer
mehr, bis er praktisch nichts über alles weiß. Der Analyst weiß
sehr viel über sehr wenig, dann immer mehr über immer weniger,
bis er praktisch alles über nichts weiß. Der Bankkunde glaubt
anfänglich, dass er alles weiß, bis er schlussendlich nichts
mehr über nichts weiß, weil er auf die Ratschläge von Anlageberatern
und Analysten hört. (Markus Näf)
64. Der Broker liebt den Spieler, aber seine Tochter möchte
er ihm nicht zur Frau geben. (André Kostolany)
65. Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist ,
weil sie steigt. (Warren Buffet)
66. Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere
packt sie kräftig an und handelt. (Dante Alighieri)
67. Der einundachtzigjährige Baron Rothschild glaubte,
sein jüngster Tag nahe. Doch der Hausarzt konstatierte: "Ihre Organe
sind vollkommen gesund. Sie werden hundert Exzellenz!" Der Bankier schüttelte
den Kopf: "Wenn er mich kriegen kann für einundachtzig, der Herrgott,
warum soll er mich nehmen für Pari?"
68. Der einzige Investor, der nicht diversifizieren sollte,
ist derjenige der immer 100% richtig liegt! (John Templeton)
69. Der erfolgreiche Investor hat sehr viel Geduld, er
kauft weit unter dem fairen Wert und verkauft weit über dem fairen
Wert. (Waren Buffet)
70. Der Gewinn der spät kommt, ist besser als gar
keiner. (J. H. Bessel)
71. Der Januar entscheidet über den Trend für
das Gesamtjahr.
72. Der Kleinaktionär ist das Kanonenfutter des Wertpapierhandels.
(Helmar Nahr)
73. Der Kurs unserer Aktie ist zuletzt so stark gestiegen,
weil sich die Gerüchte am Markt verdichtet haben, dass sich unsere
Gesellschaft einen Internetanschluss zulegen wird.
74. Der Markt hat immer recht.
75. Der Markt lehrt Demut.
76. Der Mensch sinkt hin, vergeht und schweigt, allein
die Aktie hebt sich, schwebt und steigt. (Stephan Butler Leacock)
77. Der Oktober ist einer der besonders gefährlichen
Monate, um in Aktien zu spekulieren. Die anderen gefährlichen Monate
sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember,
August und Februar. (Mark Twain)
78. Der Pessimist ist der einzige Mist, auf dem nichts
wächst. (Heiko Thieme)
79. Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand
beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann.
80. Der Tag, an dem der sonst hartnäckige Optimist
zum Pessimisten wird, ist höchstwahrscheinlich der Wendepunkt in der
Kurstendenz. Und natürlich auch umgekehrt. Wenn der eingefleischte
Pessimist zum Optimisten wird, muss man so schnell wie möglich aus
der Börse aussteigen. (André Kostolany)
81. Der typisch moderne Mann aber betrachtet Geld als
ein Mittel, zu mehr Geld zu kommen, damit er protzen und Aufwand treiben
kann und über diejenigen triumphieren, die bisher seinesgleichen waren.
(Bertrand Russell)
82. Der Viehhändler David Drew ließ an seine
Herde Salz verfüttern und die Tiere unmittelbar vor dem Markt, auf
dem sie nach Lebendgewicht verkauft wurden, saufen. Drew wurde einer der
erfolgreichsten Wall Street Spekulanten und soll zur Prägung des Begriffes
"Verwässerte Aktien" angeregt haben.
83. Der Weise hat immer mehr Dinge, die er will, als solche,
die er nicht will. (Epikur)
84. Der Wert des Geldes ist der Pulsschlag des Staates.
(Voltaire)
85. Devisenspieler lassen sich von den Statistiken und
Handelsbilanzen hypnotisieren und richten ihre Spekulationen danach, obwohl
die Zahlen, die man heute veröffentlicht, morgen revidiert und die
revidierten übermorgen korrigiert werden. (André Kostolany)
86. Die allerbeste Laune der Börse wird Hausse genannt.
(Willi H. Grün)
87. Die beiden schwersten Sachen an der Börse sind,
einen Verlust hinzunehmen und einen kleinen Profit nicht zu realisieren.
Am schwersten aber ist es eine selbständige Meinung zu haben, das
Gegenteil von dem zu machen, was die Mehrheit tut. (André Kostolany)
88. Die beste Erfolgsrechnung ist das Mienenspiel deines
Bankdirektors. (Helmar Nahr)
89. Die besten Dinge verdanken wir dem Zufall. (Casanova)
90. Die bewegende Frage: Welche Vorhersagemethode ist
am zuverlässigsten ? Die einen schwören auf die Chart-Analyse.
In Schaubildern werden Börsentrends erfasst. Für die Vergangenheit
sind sie exakt. Doch wen interessiert das noch ? Das eigentliche Problem:
Welche Einflussfaktoren auf den Kurs bestimmen dessen künftigen Verlauf
? Hier ist viel Platz für Subjektivismus. Kurvenbilder aus der Vergangenheit
sind wie Fingerabdrücke einmalig, im Detail nicht wiederholbar. Folglich
bleibt die Verlängerung der Kurven umstritten und vage. (Klaus Müller)
91. Die Börse benimmt sich oft wie ein Alkoholiker;
auf gute Nachrichten weint sie, auf schlechte lacht sie. (André
Kostolany)
92. Die Börse betritt man mit gut gebügelten
Anzügen und Hemden und verlässt sie manchmal mit zerknittertem
Ego.
93. Die Börse erfüllt eine wirtschaftliche Funktion.
Ohne sie verbreiten sich neue Witze wesentlich langsamer. (Kurt Tucholsky)
94. Die Börse heißt in Frankreich „la bourse“
und auch in der deutschen Sprache ist sie weiblich. Sie ist und bleibt
weiblich, unergründlich, unberechenbar, launisch, von Gefühlen
und Neuigkeiten stark abhängig, aber auch ganz besonders faszinierend.
95. Die Börse ist der härteste und auch der
schnellste Richter über die Qualität eines Unternehmens. (Uwe
Distel)
96. Die Börse ist der Umschlagplatz für Hoffnungen.
97. Die Börse ist ein hysterisches, geldgieriges
Frauenzimmer. (Sigismund von Radecki)
98. Die Börse ist ein Markt für Illusionen,
die Geld bringen sollen. (Georg von Siemens)
99. Die Börse ist ein Monte Carlo ohne Musik. (Georg
von Siemens)
100. Die Börse ist ein Ort, wo viele Leute zusammenkommen,
um ihre Geschäfte zu betreiben, und sie gerade so gut und so schlecht
wie das Publikum, welches sie gerade besucht.
101. Die Börse ist ein Tempel mit griechischen Säulen,
in dem regelrecht sein Geld verliert.
102. Die Börse ist keine Einbahnstraße.
103. Die Börse ist wie ein Paternoster. Es ist ungefährlich
durch den Keller zu fahren. Man muss nur die Nerven behalten. (John Kenneth
Galbraith)
104. Die Börse reagiert gerade mal zu zehn Prozent
auf Fakten. Alles andere ist Psychologie. (André Kostolany)
105. Die Börse schwankt zwischen Gier und Angst.
Angst, alles zu verlieren, und der Gier, noch mehr Geld zu machen.
106. Die Börse wird von Leuten, die sich für
rechtschaffen halten, gewöhnlich als moralisch verworfen angesehen.
(Johannes Kenneth Galbraith)
107. Die Börsenspekulation ist eine permanente Improvisation.
(André Kostolany)
108. Die Börsenspekulation ist wie eine Skatpartie:
Man muss mit guten Karten mehr gewinnen als man mit schlechten Karten verliert.
(André Kostolany)
109. Die Börsenspieler gehen meist nur blind mit
der Masse. (André Kostolany)
110. Die Deutsche Terminbörse darf nicht zum Friedhof
hochfliegender Träume für Naivlingen der Börsenszene werden.
111. Die Deutschen können mit der Börse nicht
umgehen. Das Denken, dass Börse nur gut ist, wenn sie moralisch ist,
ist falsch. Die Börse ist herzlos. (Augustinus Heinrich Graf Henckel
von Donnersmarck)
112. Die einzigen Zeugen für die Erfolge des Börsenspekulanten
sind seine Erben. (André Kostolany)
113. Die Erfahrung ist der erbärmlichste aller Lehrer;
sie bittet zur Prüfung, noch bevor der Unterricht begonnen hat.
114. Die Erfahrung lehrt: Bei einer Börsenspekulation
ist der spontane Entschluss oft der beste. (André Kostolany)
115. Die ganze Börse hängt davon ab, ob es mehr
Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien. (André Kostolany)
116. Die Gerüchte sind frei.
117. Die Hausse stirbt in der Euphorie.
118. Die Improvisationskunst ist eine der wichtigsten
Eigenschaften des Spekulanten. (André Kostolany)
119. Die Kurse sind weniger heiß, wenn man das WARUM
auch weiß.
120. Die Leidenschaft des Geldmachens beherrscht alle
anderen Leidenschaften. (Alexis Clérel de Tocqueville)
121. Die Märkte haben nie unrecht, die Menschen oft.
(Jesse Livermore)
122. Die massenpsychologischen Reaktionen sind an der
Börse wie im Theater: Einer gähnt, und in kürzester Zeit
gähnt jeder. Hustet einer, so hustet sofort der ganze Saal. (André
Kostolany)
123. Die meisten Leute interessieren sich für Aktien,
wenn alle anderen es tun. Die beste Zeit ist aber, wenn sich niemand für
Aktien interessiert. (Warren Buffet)
124. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil alte Liebe nicht rostet! (Wieland Staud)
125. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil nichts schlimmer ist als nicht dabei zu sein! (Wieland Staud)
126. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil sie auf Gurus hören! (Wieland Staud)
127. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil sie dem Gefühl den Vortritt vor dem Verstand lassen! (Wieland
Staud)
128. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil sie ganz entscheidende Dinge zum Thema Börse nicht wissen
oder nicht akzeptieren! (Wieland Staud)
129. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil sie Gefangene ihrer selektiven Wahrnehmung sind. (Wieland Staud)
130. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil sie nach Perfektion streben und weil sie nicht genug bekommen
können. (Wieland Staud)
131. Die meisten Leute verdienen an der Börse kein
Geld, weil sie zu große Risiken eingehen. (Wieland Staud)
132. Die nützlichsten Wörter an der Börse
sind: Vielleicht, hoffentlich, möglich, es könnte, nichtsdestoweniger,
obwohl, zwar, ich glaube, ich meine, aber, wahrscheinlich, das scheint
mir... Alles was man glaubt und sagt, ist bedingt. (André Kostolany)
133. Die Preise reagieren auf Neuigkeiten, auf Überraschungen.
Aber Überraschungen sind unvorhersehbare Ereignisse wie der Wurf einer
Münze oder das Gewitter im nächsten Monat, deren künftiger
Verlauf nicht absehbar sind. Weil sich die Börsenkurse als Reaktion
auf erratische Ereignisse entwickeln, ist auch der Verlauf der Börsenkurse
selbst erratisch – wie ein Random Walk. (Paul Samuelson)
134. Die Spekulanten setzen auf die Nachrichten und Ereignisse,
die von Journalisten beschrieben werden. (André Kostolany)
135. Die Spekulation beginnt mit der instinktiven Absicht,
das eigene Hab und Gut auf die Dauer zu bewahren. (André Kostolany)
136. Die Träume von gestern sind die Hoffnungen von
heute und die Realitäten von morgen.
137. Die Triebfeder hinter der Spekulation ist die Gier
der Menschen, schnell und ohne Arbeit viel Geld zu machen. (André
Kostolany)
138. Die US-Kurse haben Höhen erreicht, die sich
auch nicht durch noch so viele intellektuelle Saltos rechtfertigen lassen.
(Paul Krugman)
139. Die Wirtschaft kann man nicht lehren, man muss sie
selber erleben und überleben. (André Kostolany)
140. Die Wirtschaft wäre keine Wirtschaft, wenn wir
die Börse nicht hätten. Die Börse dient dazu, einer Reihe
aufgeregter Herren den Spielklub und das Restaurant zu ersetzen; die frömmeren
gehen außerdem noch in die Synagoge. Die Börse sieht jeden Mittag
die Weltlage an: Dies richtet sich nach dem Weitblick der Bankdirektoren,
welche jedoch meist nur bis zur Nasenspitze sehen. Schreien die Leute auf
der Börse außergewöhnlich viel, so nennt man das: Die Börse
ist fest. In diesem fall kommt – am nächsten Tag – das Publikum gelaufen
und engagiert sich, nachdem bereits das Beste wegverdient ist. Ist die
Börse schwach, so ist das Publikum allemal dabei. Dieses nennt man
dann Dienst am Kunden. (Kurt Tucholsky)
141. Die Zeit des größten Pessimismus ist die
beste Zeit des Kaufens, die Zeit des größten Optimismus ist
die beste Zeit zu verkaufen! (John Templeton)
142. Die Zukunft der Menschheit wird von denjenigen geprägt,
die hinter der Oberfläche der Realität die Wirklichkeit einer
Vision erkennen. (Erich J. Lejeune)
143. Die Zukunft ist niemals klar: Schon für ein
bisschen Gewissheit muss man einen hohen Preis zahlen. Unsicherheit ist
deshalb der Freund von Langfrist-Investoren. (Warren Buffet)
144. Dieses System hat zwei Teile: die Psychologie des
Menschen und die ökonomischen Fundamentaldaten. Dabei ist keines die
kausale Variable; beide beeinflussen und umgekehrt werden voneinander beeinflusst.
(Dick Stoken)
145. Diversifikation begünstigt die Ignoranz. (William
O´Neil)
146. Drei Dinge treiben den Menschen zum Wahnsinn. Die
Liebe, die Eifersucht und das Studium der Börsenkurse. (John Maynard
Keynes)
147. Du kaufst keine Aktie, weil sie einen wirklichen
wert hat. Du kaufst sie , weil du glaubst, es gäbe auf der Welt noch
einen größeren narren, der bereit wäre, mehr für sie
zu zahlen als du gezählt hast. (Donald J. Stocking)
148. Ebenso wenig halte ich von Formationen wie Kopf-Schulter,
Triangel, Untertasse und Wimpel, mit denen die Chartanbeter von heute operieren.
Und inwieweit das Durchbrechen einer 200- oder 38-Tage-Durchschnittlslinie
eine Bedeutung hat, will mir auch nicht in den Sinn. Ich antworte mit Hamlet:
„Totaler Unsinn, aber mit Methode.“ (André Kostolany)
149. EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert
werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus. (André Kostolany)
150. Ein alter Börsianer kann alles verlieren, nur
nicht seine Erfahrung. (André Kostolany)
151. Ein Autodidakt kann sich eine große Erfahrung
erwerben und reagiert oft intuitiv besser als ein geschulter Theoretiker,
ohne zu wissen warum, nur aufgrund seiner Erfahrungen. (André Kostolany)
152. Ein Börsenspekulant muss immer in die Ferne
schauen und nicht nur bis zu seiner Nasenspitze. Nicht daran denken, ob
die Kurse morgen oder übermorgen steigen werden, sondern an das, was
alles noch kommen kann und wird in den nächsten Monaten und Jahren.
(André Kostolany)
153. Ein Börsenspieler kann Gewinne machen aber kein
regelmäßiges Einkommen. Auch ein guter Spekulant kann jahrelang
erfolglos sein. (André Kostolany)
154. Ein Börsenspieler ohne Überlegung, Argumente
oder Motivation gleicht dem Roulettespieler. Er ist ein Hasardeur. (André
Kostolany)
155. Ein Börsianer darf seine Papiere nie im Verhältnis
zum Einkaufspreis, sondern muss sie zum Tagespreis einschätzen. (André
Kostolany)
156. Ein Börsianer darf, wenn es sich um Börsengerüchte
handelt, nicht einmal seinen eigenen Vater trauen! (André Kostolany)
157. Ein Entschluss wiegt mehr als zehn Gedanken.
158. Ein erfahrener, intelligenter aber völlig erfolgloser
Börsianer kann besonders gut Aktien beurteilen, obwohl er vielleicht
in seine eigene Meinung kein Vertrauen oder Schulden hat. (André
Kostolany)
159. Ein guter Bankdirektor sollte die Schläue eines
Fuchses, die Würde eine s Löwen und die Haut eines Elefanten
haben. (Frank Vonegg)
160. Ein Ingenieur darf bei seiner Arbeit nicht unter
Alkoholeinfluss stehen. Für einen Spekulanten ist dies eher von Vorteil,
weil es gewisse Hemmungen abbaut. (André Kostolany)
161. Ein Kerl, der spekuliert, ist wie ein Tier auf dürrer
Heide. Von einem bösen Geist im Kreis herumgeführt, und rings
umher liegt schöne, grüne Weide. (Mephisto)
162. Ein Optimist ist in der Regel ein Zeitgenosse, der
ungenügend informiert ist.
163. Ein sicheres Urteilsvermögen resultiert in der
Regel aus der Erfahrung, und Erfahrung stellt sich häufig aufgrund
eines unzulänglichen Urteilsvermögens ein. (Robert Lovett)
164. Ein Spekulant ist ein Mann, der ohne einen Pfennig
Geld in der Tasche Austern bestellt, in der Hoffnung, mit einer darin gefundenen
Perle zahlen zu können.
165. Ein Vollblutspekulant kauft nur Papiere, von denen
er sich einen drei- oder vierfachen Kurs erhofft. Es kann jedoch auch das
Zehnfache werden. (Diese Erfahrung habe ich oft gemacht.)" (André
Kostolany)
166. Ein wahrer Profi zeigt sich erst, wenn er hinten
liege, der Markt gegen ihn laufe und es unwahrscheinlich sei, seinen Einstand
wieder zu erreichen. (Joe Klein)
167. Eine Aktie, die man nicht 10 Jahre zu halten bereit
ist, darf man auch nicht 10 Minuten besitzen. (Warren Buffet)
168. Eine alte Börsenweisheit: Können die Kurse
nicht weiter steigen, müssen sie fallen. (André Kostolany)
169. Eine freundliche Stimmung an der Börse sollte
nicht zu voreiligen Schlüssen führen. So manch einer, der rosig
aussieht, hat auch nur hohen Blutdruck.
170. Eine gute Anlage ist eine gelungene Spekulation.
(André Kostolany)
171. Eine Sache, welche vielen gehört, wird schlechter
verwaltet als eine Sache, die einem Einzelnen gehört. (Aristoteles)
172. Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man
nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. (André
Kostolany)
173. Einerseits schließt der Verlust den Gewinn
mit ein; andererseits schließt der Gewinn den Verlust mit ein. (Laotse)
174. Erfahrung ist eine nützliche Sache. Leider macht
man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte.
175. Erhoffe das Beste und sei gefasst auf das Schlimmste.
176. Erst beim Abfassen der Einkommenssteuer-Erklärung
kommt man dahinter, wie viel Geld man sparen würde, wenn man gar keines
hätte. (Fernandel)
177. Erst haben sie das Geld und wir die Erfahrung. Hinterher
ist es umgekehrt.
178. Erzähle mir die Vergangenheit, und ich werde
dir die Zukunft erkennen. (Hamlet)
179. Es gab keinen wirtschaftlichen Fortschritt, der nicht
immer eine Folge der Spekulation gewesen wäre. (André Kostolany)
180. Es gibt alte Piloten und es gibt kühne Piloten,
aber es gibt keine alten, kühnen Piloten.
181. Es gibt Börsenprofis, mit denen einer, der nicht
genügend hartgesotten ist, kein Gespräch führen darf; denn
alles, was sie sagen, kann nur einen negativen Einfluss haben. (André
Kostolany)
182. Es gibt drei Sorten von Lügen: Lügen, gemeine
Lügen und Statistiken. (André Kostolany)
183. Es gibt keine Börse ohne Spekulanten. (André
Kostolany)
184. Es gibt keine feste Regeln wie die Börse sich
entwickelt.
185. Es gibt keinen guten Finanzminister, nur einen schlechten
oder einen noch schlechteren. (André Kostolany)
186. Es gibt mehr Menschen die kapitulieren, als solche,
die scheitern.
187. Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales
Anlageverhalten in einer irrationalen Welt. (John Maynard Keynes)
188. Es gibt tausende Möglichkeiten, sein Geld auszugeben,
aber nur zwei, es zu erwerben; Entweder wir arbeiten für Geld oder
das Geld arbeitet für uns. (Bernhard Baruch)
189. Es gibt zwei Wege, um glücklich zu sein: Wir
verringern unsere Wünsche oder vergrößern unsere Mittel.
Wenn du weise bist, wirst du beides gleichzeitig tun. (Benjamin Franklin)
190. Es ist besser ungefähr recht zu haben, als sich
tödlich zu irren. (Warren Buffett)
191. Es ist ein Handel, auf Betrug gegründet, von
Täuschungen getragen ... durch alle Art Blendwerk genährt. (Daniel
Defoe)
192. Es ist möglich Geld- und zwar beträchtliche
Summen- an der Börse zu verdienen. Aber nicht durch Käufe und
Verkäufe, die man aufs Geratewohl startet. Die mächtigen Gewinne
gehen dem intelligenten, sorgfältigen und geduldigen Investor zu.
Kaufen Sie, wenn die Aktienpreise tief sind, und geben Sie die Papiere
nicht aus der Hand. Eine große Schar von Menschen scheint diesen
einfachen Grundsatz nicht zu erfassen. Sie fürchten sich vor Gelegenheitskäufen.
Sie kaufen erst, wenn sie meinen. Jedes Risiko vermieden zu haben. Meistens
kaufen sie zu spät. (J. Paul Getty)
193. Es ist oft klüger ein paar Stunden über
sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat für Geld zu arbeiten.
194. Es kann sein, dass die Börse im Begriff ist,
einen zyklischen Gipfel zu bilden, um dann auf eine Talfahrt zu gehen.
Es kann aber auch sein, dass sich die Aufwärtsbewegung fortsetzt und
auf ein unerwartet hohes Niveau führt. (Robert Farrell)
195. Es nützt nichts, in der Wirtschaft die Wahrheit
zu verkündigen oder sogar nützliche Dinge zu empfehlen. Das ist
die beste Art, sich Feinde zu schaffen. (André Kostolany)
196. Es sind nicht die Zeiten, die sich ändern, sondern
immer nur die alte Geschichte, die von immer neuen Menschen erlebt wird.
(Markus Koch)
197. Etwas Zögern lässt nie etwas zustande kommen.
(Demokrit)
198. Euphorie und Panik sind die schlechtesten Ratgeber
bei Geldanlagen. (Roland Leuschel)
199. Euphorie: Gesteigertes Glücksgefühl, das
den Menschen zeitweise daran hindert, logisch zu denken.
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Schlienkamp